Mittwoch: Von Ramberg zum Nappstraumen

Sandstrand, Segeln, Sonnenschein

Gegen 03:45 Uhr werde ich davon wach, dass der Diesel nicht mehr gleichmäßig tuckert, sondern plötzlich ganz aufgeregt läuft. Es folgt ein kleiner Stoß, zwei Rufe, dann läuft der Motor ganz langsam und wird abgestellt. Wir haben also irgendwo festgemacht. Die Ruhe ist himmlisch, ich schlafe wieder ein.

Gegen halb acht stehe ich auf und steige aufs Deck. Frische Morgenluft empfängt mich dort, die Sonne scheint, es ist ganz ruhig überall. Nein, wir haben nicht irgendwo festgemacht: Der Hafen von Ramberg ist im weiten Rund von Bergen umgeben, die sich irgendwie einladened im Sonnenlicht erheben.

Im Hafen von Ramberg
Im Hafen von Ramberg

Freundliche Menschen kommen zum Kai und interessieren sich für die Petrine. Ich mache einen Spaziergang in den Ort und weiter zum Sandstrand, von dem ich schon mehrfach gelesen habe. Vorbei am Schulzentrum und am Campingplatz, auf dem schon der erste Morgenkaffee gebraut wird, erreiche ich die Bucht. Austernfischer laufen und schreien herum, ansonsten bin ich noch allein hier. Wenn es jetzt 20 Grad wärmer wäre, würde ich sofort ins Wasser gehen...

Am Strand von Ramberg
Am Strand von Ramberg

Auf dem Rückweg sehe ich noch im Supermarkt vorbei, der gerade erst geöffnet hat. Ich erstehe drei Kodak-Filme zum stolzen Preis von 159 NOK (knapp 20 EUR) - hätte ich mir doch mehr davon aus Deutschland mitgenommen! Dann schnell zurück zum Hafen, denn eigentlich wollen wir um 10 Uhr ablegen. Das gelingt dann auch mit einer halben Stunde Verspätung - die Zivilisation mit ihren Einkaufsmöglichkeiten ist doch verlockend.


Vor der Sandbucht vom Ramberg
(ins Bild klicken und Mauszeiger ziehen...)

Wir fahren an der Sandbucht vorbei, dann verlassen wir Ramberg und motoren im glitzernden Wasser nordwärts, vorbei an grünen Berghängen und genießen die Landschaft.

Auf Wiedersehen, Ramberg!
Auf Wiedersehen, Ramberg!

Als wir den Nappstraumen erreichen, setzen wir Segel. Wir wollen den leichten Wind und die Tide nutzen, um wieder auf die andere Seite der Inselkette in den Vestfjord zu fahren. Als der Motor abgestellt wird, spüren wir plötzlich ganz intensiv die friedliche Stille, die hier herrscht. Nur ganz leise plätschern kleine Wellen gegen den Rumpf der Petrine, und selbst der Wind gibt sich Mühe, diese Ruhe nicht zu sehr zu stören.

Einfahrt in den Nappstraumen
Einfahrt in den Nappstraumen

An Land taucht eine kleine Häusergruppe auf, die sich in einen weiten grünen Talkessel schmiegt: Myrland. Ein Blick auf die Karte bestätigt, dass dieser Ort seinen Namen (Moorland) zu Recht trägt: Was uns vom Wasser aus wie grüne Wiesen erscheint, ist tatsächlich eine sumpfige Fläche Online-Landkarte. Dafür zeigt sich Myrland im Vorbeifahren sehr vielseitig. Ich konnte mich nicht für ein Foto entscheiden, darum hier alle drei:

Myrland 1

Myrland 2

Myrland 3
Vorbeifahrt an Myrland

 
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