Von Grindsted nach Kopenhagen

Die letzte Etappe: Irrfahrt in die Großstadt

Sonntag, 26.06.2005

noch ein Traumhaus...

Ausgeruht und entspannt wache ich auf: Heute wird der letzte Radel-Tag sein. Mein Fahrziel heißt Kopenhagen. Im Norden der Stadt, gleich am Øresund wohnt mein Freund Erik mit seiner Familie – da wird natürlich ein Besuch fällig.

Gleich ein paar Kilometer hinter Grindsted komme ich an einem einsamen Haus vorbei, an dem verschiedene Topfblumen auf einem Picknicktisch zum Verkauf stehen. Das wär' doch ein schönes Gastgeschenk! Ich kann mich noch nicht für ein bestimmtes Exemplar entscheiden und zögere noch, da erscheint im Garten ein gebückt gehender älterer Herr, der mich anspricht. Als ich ihm erkläre, dass ich Deutscher bin, wird er zunächst einmal recht wortkarg. Nachdem ich aber unbekümmert versuche, mit ihm auf dänisch zu reden, gibt er mir freundlich Tipps, wie ich die Pflanze am besten heil in die große Stadt bringen kann. Er bittet mich, die Blume während der Fahrt öfters zu gießen, sie sei noch sehr jung...

Ich verfrachte den Blumentopf in eine schützende Plastiktasche (die vom Rema 1000) und befestige das Ganze mit Spannriemen hinten am Gepäck. Sieht dort ein wenig wie eine Balkonpflanze aus...

Der Weg nach Kopenhagen ist lang, aber schnell erzählt: Es gibt kaum noch Wegweiser für Radrouten, und ich habe im wahrsten Sinne des Wortes keine guten Karten für diese Gegend. Entlang der Hauptverkehrsstraßen möchte ich aber nicht fahren, und so nähere ich mich der Hauptstadt auf Nebenstrecken. Dabei fahre ich ungewollt so manchen Umweg, bevor ich schließlich am Nachmittag in Tårbæk eintreffe.

Am nächsten Tag gehe ich noch durch die Innenstadt von Kopenhagen und mache eine Rundfahrt mit dem Sightseeing-Boot. Dann heißt es Abschied nehmen, den mein Nachtzug geht am Abend zurück nach Deutschland.

 
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